Magisch lecker: Der Winterwölkchen-Kuchen, den alle lieben

Magisch lecker: Der Winterwölkchen-Kuchen, den alle lieben

Der Winterwölkchen-Kuchen erobert seit einigen Jahren die Backstuben und Kaffeetafeln im deutschsprachigen Raum. Dieser luftig-leichte Kuchen verdankt seinen Namen seiner wolkenartigen Textur, die durch eine besondere Zubereitung entsteht. Die Kombination aus zartem Biskuit und cremiger Füllung macht ihn zum perfekten Begleiter für kalte Wintertage. Winterwölkchen bezeichnet dabei die fluffige, fast schwebende Konsistenz, die an frisch gefallenen Schnee erinnert. In der kalten Jahreszeit, wenn draußen die Temperaturen sinken, sehnen sich viele nach Gemütlichkeit und süßen Köstlichkeiten. Dieser Kuchen vereint beides auf wunderbare Weise. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Geduld, doch das Ergebnis überzeugt selbst kritische Gaumen. Mit wenigen Zutaten und der richtigen Technik gelingt dieses Backwerk auch Anfängern. Der Kuchen lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, wenn die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten.

30

35

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Backform

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten. Das Einfetten verhindert, dass der Teig an den Rändern kleben bleibt. Diese Vorbereitung ist wichtig, damit sich der Kuchen später problemlos lösen lässt.

2. Biskuitteig herstellen

Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Steif schlagen bedeutet, dass die Masse fest wird und Spitzen bildet, wenn man den Schneebesen herauszieht. Dann 100 Gramm Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine glänzende Masse entsteht. Die Eigelbe mit 50 Gramm Zucker und einem Päckchen Vanillezucker schaumig rühren, bis die Mischung hellgelb und cremig wird.

3. Trockene Zutaten einarbeiten

Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen. Diese Mischung sieben, um Klümpchen zu vermeiden. Sieben lockert die trockenen Zutaten auf und sorgt für eine feinere Textur. Die Eigelbmasse vorsichtig unter den Eischnee heben, dann die Mehlmischung portionsweise mit einem Teigschaber unterheben. Dabei immer von unten nach oben arbeiten, damit die Luftbläschen erhalten bleiben.

4. Backen des Bodens

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen. Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene etwa 25 bis 30 Minuten backen. Der Biskuit ist fertig, wenn er goldgelb ist und beim Drücken leicht zurückfedert. Die Stäbchenprobe hilft dabei: Ein Holzstäbchen in die Mitte stechen, es sollte trocken herauskommen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

5. Vorbereitung der Cremefüllung

Während der Boden abkühlt, die Schlagsahne mit Puderzucker, Sahnesteif und dem zweiten Päckchen Vanillezucker steif schlagen. Die Sahne sollte fest genug sein, um ihre Form zu behalten. Sahnesteif ist ein Pulver, das die Sahne stabilisiert und verhindert, dass sie zusammenfällt. Den Zitronensaft vorsichtig unterheben, er verleiht der Creme eine frische Note.

6. Kuchen schichten

Den abgekühlten Biskuitboden einmal waagerecht durchschneiden, sodass zwei gleichmäßige Böden entstehen. Das Durchschneiden gelingt am besten mit einem langen, scharfen Messer und langsamen Sägebewegungen. Den unteren Boden auf eine Tortenplatte legen und mit der Hälfte der Sahne bestreichen. Die Sahne gleichmäßig verteilen und bis zum Rand streichen.

7. Fertigstellung

Den zweiten Boden vorsichtig auflegen und leicht andrücken. Die restliche Sahne auf der Oberseite verteilen und mit einem Spritzbeutel dekorative Tupfen oder Rosetten aufspritzen. Rosetten sind spiralförmige Sahnegebilde, die mit einer Sterntülle entstehen. Den Kuchen mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Aromen sich verbinden und die Sahne fest wird. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Anneliese Vogelbau

Tipp vom Chefkoch

Um den Biskuit besonders luftig zu bekommen, sollten alle Zutaten Raumtemperatur haben. Kalte Eier lassen sich schwerer aufschlagen und ergeben weniger Volumen. Wer möchte, kann die Sahne mit etwas Mascarpone verfeinern, das verleiht zusätzliche Cremigkeit. Der Kuchen lässt sich auch hervorragend einfrieren: einfach in Portionen schneiden und in Gefrierbeuteln aufbewahren. So hat man immer ein schnelles Dessert zur Hand. Beim Durchschneiden des Bodens hilft ein Trick: Mit Zahnstochern eine Markierungslinie rundherum setzen, dann entlang dieser Linie schneiden.

Die perfekte Begleitung zum Winterwölkchen-Kuchen

Zu diesem luftigen Kuchen passt besonders gut ein heißer Cappuccino oder ein Milchkaffee. Die leichte Bitternote des Kaffees harmoniert wunderbar mit der süßen Sahne. Für Teeliebhaber empfiehlt sich ein Earl Grey mit seiner zarten Bergamotte-Note oder ein milder Rooibos-Tee. An kalten Wintertagen ist auch eine heiße Schokolade mit einem Hauch Zimt eine köstliche Wahl. Kinder freuen sich über einen Vanillemilchshake oder einen warmen Kakao. Wer es alkoholisch mag, kann zum Nachmittagskaffee einen Amaretto oder einen süßen Dessertwein reichen.

Zusätzliche Info

Der Winterwölkchen-Kuchen ist eine moderne Interpretation klassischer deutscher Sahnetorten. Seine Ursprünge liegen in der traditionellen Frankfurter Kranz-Tradition, wurden aber vereinfacht und an zeitgenössische Geschmäcker angepasst. Die charakteristische Wolkenform entsteht durch die besondere Schlagtechnik beim Biskuit, die in den 1950er Jahren in Deutschland populär wurde. Damals experimentierten Konditoren mit neuen Methoden, um Kuchen leichter und bekömmlicher zu machen. Der Name Winterwölkchen etablierte sich erst in den letzten Jahren durch Food-Blogger und Backbegeisterte in sozialen Medien. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit erfreut sich dieser Kuchen großer Beliebtheit. Seine schlichte Eleganz macht ihn zum idealen Dessert für Familienfeiern und gemütliche Kaffeenachmittage. In manchen Regionen wird er auch als Schneeflockenkuchen bezeichnet. Die Vielseitigkeit des Rezepts erlaubt zahlreiche Variationen: mit Früchten, Schokolade oder Nüssen.

Drucken

WhatsApp-Gruppe