Ideal für den Abend: Hähnchen-Champignon-Gratin

Ideal für den Abend: Hähnchen-Champignon-Gratin

In der hektischen Woche suchen viele Familien nach einem Gericht, das sowohl nahrhaft als auch unkompliziert zuzubereiten ist. Das Hähnchen-Champignon-Gratin vereint zartes Geflügelfleisch mit aromatischen Pilzen unter einer goldbraunen Käsekruste. Diese herzhafte Kombination verwandelt einfache Zutaten in ein Abendessen, das Wärme und Zufriedenheit auf den Tisch bringt. Besonders an kühleren Abenden entfaltet dieses Gratin seine volle Wirkung und begeistert Groß und Klein gleichermaßen.

Die Zubereitung erfordert keine fortgeschrittenen Kochkenntnisse, sondern lediglich etwas Geduld beim Schichten der Zutaten. Der Ofen übernimmt die Hauptarbeit, während sich die Aromen zu einer harmonischen Einheit verbinden. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Proteinen, Gemüse und cremiger Sauce bietet dieses Gericht alles, was ein gelungenes Abendessen ausmacht. Die knusprige Oberfläche kontrastiert wunderbar mit der saftigen Füllung darunter.

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facile

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Hähnchens

Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Die Hähnchenbrustfilets unter fließendem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend das Fleisch in mundgerechte Würfel von etwa zwei Zentimetern Kantenlänge schneiden. Diese Größe sorgt dafür, dass das Hähnchen gleichmäßig gart und sich gut mit den anderen Zutaten verbindet. Die Fleischwürfel in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver und der Hälfte des Thymians würzen. Alles gut durchmischen, damit jedes Stück gleichmäßig gewürzt ist.

2. Anbraten des Hähnchens

Eine große Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und zwei Esslöffel Olivenöl hineingeben. Sobald das Öl heiß ist, die gewürzten Hähnchenwürfel portionsweise in die Pfanne geben. Wichtig ist, die Pfanne nicht zu überladen, damit das Fleisch schön anbrät und nicht nur dampft. Jede Seite etwa drei bis vier Minuten braten, bis eine leichte Bräunung entsteht. Das Hähnchen muss noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später im Ofen fertiggart. Die angebratenen Stücke aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

3. Vorbereitung der Champignons

Die konservierten Champignons aus der Dose oder dem Glas in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Mit kaltem Wasser kurz abspülen, um überschüssige Salzlake zu entfernen. Die Champignons anschließend auf Küchenpapier ausbreiten und vorsichtig trocken tupfen. In derselben Pfanne, in der das Hähnchen gebraten wurde, den restlichen Esslöffel Olivenöl erhitzen. Die Champignons hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten braten, bis sie leicht gebräunt sind. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Thymian würzen.

4. Zubereitung der Sahnesauce

In einer Rührschüssel die Sahne mit der gemahlenen Muskatnuss vermengen. Die Muskatnuss verleiht der Sauce eine warme, leicht nussige Note, die hervorragend zu Geflügel und Pilzen passt. Muskatnuss ist ein Gewürz, das aus dem Kern der Muskatnussfrucht gewonnen wird und besonders in cremigen Gerichten verwendet wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Würzung sollte etwas kräftiger ausfallen, da sich die Aromen beim Backen noch verteilen. Die Hälfte des geriebenen Käses unter die Sahne rühren, bis eine homogene Mischung entsteht.

5. Schichten der Gratin-Zutaten

Eine Auflaufform mit der Butter großzügig einfetten. Den Boden und die Seiten gut einstreichen, damit das Gratin später nicht anhaftet. Die angebratenen Hähnchenwürfel gleichmäßig in der Form verteilen. Darüber die gebratenen Champignons streuen. Diese Schichtung sorgt dafür, dass sich die Aromen optimal verbinden. Die vorbereitete Sahnesauce gleichmäßig über Hähnchen und Champignons gießen. Mit einem Löffel vorsichtig verteilen, sodass alle Zutaten mit der Sauce bedeckt sind.

6. Vorbereitung der Kruste

In einer kleinen Schüssel die Semmelbrösel mit dem restlichen geriebenen Käse vermischen. Diese Mischung wird später für eine knusprige, goldbraune Oberfläche sorgen. Die Käse-Brösel-Mischung gleichmäßig über die Sahnesauce streuen. Dabei darauf achten, dass die gesamte Oberfläche bedeckt ist, damit eine durchgehende Kruste entsteht. Wer es besonders knusprig mag, kann noch ein paar kleine Butterflocken darauf verteilen.

7. Backen des Gratins

Die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Das Gratin etwa 40 bis 45 Minuten backen. In den ersten 30 Minuten sollte die Form nicht bewegt werden, damit sich die Sauce richtig setzen kann. Nach dieser Zeit die Oberfläche kontrollieren. Wenn die Kruste zu schnell bräunt, kann die Form mit Alufolie abgedeckt werden. Das Gratin ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce am Rand leicht blubbert. Mit einem Messer in die Mitte stechen, um zu prüfen, ob das Hähnchen vollständig durchgegart ist.

8. Ruhezeit und Servieren

Nach dem Backen die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und etwa zehn Minuten ruhen lassen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich die Sauce etwas verfestigt und das Gratin beim Servieren nicht auseinanderfällt. Während dieser Zeit verteilen sich die Aromen noch besser. Das Gratin direkt aus der Form servieren oder mit einem Pfannenwender portionsweise auf vorgewärmte Teller heben. Mit frischen Kräutern wie Petersilie garnieren, wenn gewünscht.

Anneliese Vogelbau

Tipp vom Chefkoch

Um dem Gratin eine zusätzliche Geschmacksdimension zu verleihen, kann ein Esslöffel Dijon-Senf in die Sahnesauce eingerührt werden. Der Senf bringt eine angenehme Schärfe und unterstreicht die cremige Textur. Wer keine konservierten Champignons verwenden möchte, kann auf getrocknete Pilze zurückgreifen, die zuvor in warmem Wasser eingeweicht wurden. Das Einweichwasser nicht wegschütten, sondern zur Sahnesauce geben, um ein intensiveres Pilzaroma zu erzielen. Für eine knusprigere Kruste die Auflaufform in den letzten fünf Minuten auf die oberste Schiene schieben und die Grillfunktion einschalten. Dabei jedoch ständig beobachten, damit nichts verbrennt.

Weinbegleitung zum Hähnchen-Champignon-Gratin

Zu diesem cremigen Gratin passt hervorragend ein trockener Weißwein mit ausreichend Säure, um die Reichhaltigkeit der Sahnesauce auszugleichen. Ein Chardonnay aus dem Burgund oder ein deutscher Grauburgunder harmonieren wunderbar mit den Pilzaromen und dem zarten Hähnchenfleisch. Die fruchtigen Noten des Weins ergänzen die herzhaften Komponenten des Gerichts.

Wer Rotwein bevorzugt, greift zu einem leichten Pinot Noir, der nicht zu tanninhaltig ist. Die erdigen Nuancen dieses Weins unterstreichen die Champignons, ohne das zarte Geflügel zu überdecken. Als alkoholfreie Alternative bietet sich ein Apfelsaft mit Kohlensäure an, dessen Frische einen angenehmen Kontrast zur cremigen Konsistenz des Gratins bildet.

Zusätzliche Info

Das Gratin hat seinen Ursprung in der französischen Küche und bezeichnet ursprünglich die knusprige Kruste, die sich beim Überbacken bildet. Der Begriff leitet sich vom französischen Wort ‚gratter‘ ab, was ‚kratzen‘ bedeutet, da man die köstliche Kruste traditionell vom Rand der Form kratzte. Diese Zubereitungsmethode wurde im 18. Jahrhundert in den französischen Alpenregionen populär, wo Bauern einfache Zutaten mit Käse und Sahne überbacken, um nahrhafte Mahlzeiten zu kreieren.

Die Kombination von Hähnchen und Champignons ist besonders in der europäischen Küche weit verbreitet. Champignons wurden erstmals im 17. Jahrhundert in Frankreich kultiviert, in den berühmten Champignonnières von Paris. Seitdem gelten sie als unverzichtbarer Bestandteil der gehobenen wie auch der alltäglichen Küche. Das Hähnchen-Champignon-Gratin vereint diese traditionsreichen Zutaten zu einem Gericht, das Komfort und Eleganz miteinander verbindet.

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