In vielen asiatischen Küchen gibt es einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick, um gewöhnlichem Reis eine besondere Note zu verleihen: das Mitkochen eines Teebeutels. Diese Methode, die in der traditionellen chinesischen und japanischen Küche seit Jahrhunderten praktiziert wird, verleiht der Beilage ein subtiles, aromatisches Profil, das perfekt zu würzigen Currys, gebratenen Gerichten und Sushi-Kreationen passt. Der Tee gibt dem Reis nicht nur einen feinen Geschmack, sondern beeinflusst auch seine Farbe leicht, was dem Gericht eine elegante, goldene Tönung verleiht. Ob grüner Tee, Jasmin oder sogar ein milder schwarzer Tee – die Auswahl bestimmt das Endergebnis. Diese Technik ist besonders beliebt bei Hobbyköchen, die ihre alltäglichen Gerichte mit minimalem Aufwand aufwerten möchten. Das Aromatisieren, also das gezielte Hinzufügen von Geschmacksstoffen während des Kochvorgangs, ist eine Kunst, die in der gehobenen Gastronomie geschätzt wird. Mit dieser Methode verwandeln Sie eine einfache Beilage in ein Geschmackserlebnis, das Ihre Gäste beeindrucken wird.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. den reis vorbereiten
Beginnen Sie damit, den Reis gründlich unter kaltem, fließendem Wasser zu spülen. Dieser Schritt ist wichtig, um überschüssige Stärke zu entfernen, die den Reis klebrig machen würde. Das Spülen, also das wiederholte Waschen des Reises, sollte so lange erfolgen, bis das Wasser klar bleibt. Geben Sie den gespülten Reis in ein Sieb und lassen Sie ihn etwa zwei Minuten abtropfen. Diese Vorbereitung sorgt dafür, dass jedes Korn später schön locker und getrennt bleibt.
2. wasser und tee vorbereiten
Messen Sie 600 Milliliter Wasser ab und gießen Sie es in einen mittelgroßen Topf. Fügen Sie das Salz hinzu und rühren Sie kurz um, damit es sich auflöst. Hängen Sie nun die zwei Teebeutel in das kalte Wasser. Wichtig ist, dass Sie die Teebeutel nicht entfernen, sondern sie während des gesamten Kochvorgangs im Topf lassen. Der Tee wird seine Aromen langsam an das Wasser und später an den Reis abgeben. Wenn Sie einen intensiveren Geschmack wünschen, können Sie einen dritten Teebeutel hinzufügen.
3. reis kochen
Geben Sie den abgetropften Reis in den Topf mit dem Teewasser. Rühren Sie einmal vorsichtig um, damit sich der Reis gleichmäßig verteilt. Stellen Sie den Topf auf hohe Hitze und bringen Sie das Wasser zum Kochen. Das Aufkochen, also das Erreichen des Siedepunkts, dauert etwa fünf bis sieben Minuten. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, reduzieren Sie die Hitze auf die niedrigste Stufe und decken Sie den Topf mit einem gut schließenden Deckel ab. Lassen Sie den Reis nun 15 Minuten lang sanft köcheln, ohne den Deckel zu öffnen. Das Öffnen würde Dampf entweichen lassen und den Garprozess stören.
4. ruhen lassen
Nach 15 Minuten schalten Sie die Herdplatte vollständig aus, aber lassen Sie den Topf noch weitere fünf Minuten geschlossen stehen. Diese Ruhephase ist entscheidend, denn in dieser Zeit nimmt der Reis die letzten Reste der Flüssigkeit auf und wird perfekt gar. Der Dampf, der im geschlossenen Topf bleibt, sorgt dafür, dass die Körner ihre ideale Konsistenz erreichen. Widerstehen Sie der Versuchung, nachzuschauen – Geduld wird hier belohnt.
5. teebeutel entfernen und reis auflockern
Öffnen Sie nun vorsichtig den Deckel und entfernen Sie die Teebeutel mit einer Gabel oder einem Löffel. Achten Sie darauf, dass keine Teeblätter im Reis zurückbleiben. Geben Sie das Sesamöl über den Reis und lockern Sie die Körner vorsichtig mit einer Gabel auf. Das Auflockern, also das sanfte Trennen der Reiskörner, verhindert, dass der Reis zusammenklebt. Führen Sie die Gabel dabei von unten nach oben durch den Reis, damit sich die Aromen gleichmäßig verteilen und überschüssiger Dampf entweichen kann.
6. servieren
Der aromatisierte Reis ist nun fertig und kann sofort serviert werden. Er passt hervorragend zu gebratenem Gemüse, Teriyaki-Hähnchen, süß-saurem Schweinefleisch oder als Beilage zu Sushi. Die leichte Tee-Note harmoniert besonders gut mit Ingwer, Sojasauce und Knoblauch. Wenn Sie möchten, können Sie den Reis mit geröstetem Sesam oder fein geschnittenen Frühlingszwiebeln garnieren. Diese einfache Beilage zeigt, wie wenig Aufwand nötig ist, um ein alltägliches Gericht in etwas Besonderes zu verwandeln.
Tipp vom Chefkoch
Experimentieren Sie mit verschiedenen Teesorten, um unterschiedliche Geschmacksprofile zu erreichen. Grüner Tee verleiht dem Reis eine frische, leicht grasige Note, während Jasmin-Tee ein blumiges Aroma einbringt. Für eine erdige Nuance können Sie auch einen milden Oolong-Tee verwenden. Achten Sie darauf, keine stark aromatisierten oder fruchtigen Teesorten zu wählen, da diese den Reis überwältigen könnten. Wenn Sie den Reis im Voraus zubereiten möchten, können Sie ihn nach dem Abkühlen in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen geben Sie einfach ein bis zwei Esslöffel Wasser hinzu und erwärmen ihn in der Mikrowelle oder in einer Pfanne. Der Tee-Geschmack bleibt auch nach dem Aufwärmen erhalten.
passende getränke zum aromatisierten reis
Da dieser Reis eine asiatisch inspirierte Beilage ist, empfiehlt sich die Wahl eines Getränks, das die feinen Tee-Aromen unterstreicht, ohne sie zu überdecken. Ein kalter grüner Tee oder ein leicht gekühlter Sake sind ideale Begleiter, die die Harmonie des Gerichts bewahren. Wenn Sie Wein bevorzugen, wählen Sie einen trockenen Riesling oder einen Grüner Veltliner, deren frische Säure gut zu den asiatischen Gewürzen passt. Sake, der traditionelle japanische Reiswein, ergänzt die Reis-Basis perfekt und schafft eine authentische Verbindung. Für alkoholfreie Alternativen bietet sich ein Ingwer-Limonaden-Getränk oder ein kalter Jasmin-Tee an, der das Tee-Aroma des Reises aufgreift und verstärkt.
Zusätzliche Info
Die Tradition, Reis mit Tee zu kochen, hat ihre Wurzeln in der chinesischen Provinz Fujian, wo Tee nicht nur als Getränk, sondern auch als Zutat in der Küche geschätzt wird. Historisch gesehen wurde diese Methode entwickelt, um einfache Zutaten aufzuwerten und gleichzeitig von den gesundheitlichen Vorteilen des Tees zu profitieren. Grüner Tee enthält Antioxidantien, die beim Kochen teilweise in den Reis übergehen und ihm nicht nur Geschmack, sondern auch gesundheitsfördernde Eigenschaften verleihen. In Japan wird eine ähnliche Technik beim Ochazuke angewendet, einem Gericht, bei dem grüner Tee über gekochten Reis gegossen wird. Die Verwendung von Tee in der Küche zeigt die Vielseitigkeit dieses Getränks und seine zentrale Rolle in asiatischen Esskulturen. Diese einfache Methode beweist, dass große Geschmackserlebnisse nicht kompliziert sein müssen – manchmal reicht ein kleiner, durchdachter Zusatz, um ein gewöhnliches Gericht außergewöhnlich zu machen.



